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Saturday night

Samstag 23 Uhr – da meine Planung für den Abend sich kurzfristig noch ändern musste, genieße ich nun die Vorzüge des deutschen Fernsehens:

Astro-TV: Sarina gibt sich wieder einmal die größte Mühe, verzweifelte Menschen auf den richtigen Weg zu führen. Und wie sie selber sagt „Viele kleine Schritte ergeben auch irgendwann mal einen Weg“ : „Guten Abend Christina, was möchtest du gerne wissen?“ „Wird mein Freund je wieder zu mir zurück kommen?“ „Was ist dein Sternzeichen?“ „Scorpion“ „Uuhh, ne der kommt nicht wieder…“ „Jetzt echt“ „Echt jetzt!“

Obwohl ich Sarina eigentlich nicht wegschalten möchte, gehe ich trotzdem die Kanäle so durch und lande auf DSF. Dort ist fünf netten jungen Damen unerklärlicherweise ganz langweilig, weshalb sie zu der verrückten Idee kommen, Flaschendrehen zu spielen. Auf wen die Flasche zeigt, der muss eine „Aktivitätskarte“ ziehen. Daniela muss die Brüste ihrer Nachbarin küssen, was sie in einen fürchterlichen Gewissenskonflikt bringt, da sie ja links UND rechts eine Nachbarin hat. Um nicht „des..dis… diskrimini… däskriminierend“ zu sein, küsst sie daraufhin die Brüste von beiden Nachbarinnen. So etwas wie weibliche „Däskriminisation“ ist für einen Sender wie DSF natürlich ein absolutes Tabu.

Gut, dass es lokale Sender gibt, auf denen die Welt noch in Ordnung ist. Das romantische Mecklenburg ist immerhin ein „weites Land, das hier und da noch Platz bietet – ein buntes Mosaik aus Tradition und Natur“ – komisch, dass so ein schönes Fleckchen mit einer so roten Geschichte nicht mehr junge Bürger beeindrucken kann… Ein Glück, dass wenigstens der Eisvogel in Mecklenburg-Vorpommern bis zu drei Mal im Jahr Eier legen kann.

Aber zurück zu Sarina: „Mein Mofa gestohlen- fünd üsch wieder oder nüsch?“ „Ja ich verstehe, gib mir doch mal bitte dein Sternzeichen“ “Wüdder“ „Uuuhh… ne ich seh grad, dein Mofa ist schon in alle Einzelteile zerlegt worden…“

Ein Glück, dass ich den Abend nichts vor hatte…

Le petit four frais unter dem Kleingebäck bzw. der Döner unter den Fleischgerichten

Das Phänomen Jessica Alba: Sie gilt als Sahnetörtchen der Illusionsproduktionen, als brauner Zucker des Toppings eines Muffins. Angehörige des männlichen und weiblichen Geschlechts bekommen bei ihrem Namen ein pikantes Mundwerk und neigen zu Aussagen wie „Scheiße Mann, Jessica Alba ist heiß“. Sowohl mexikanischer, als auch dänischer und französischer Abstammung erweist sich ihre äußere Gestalt als „Feuerwerk der verführerischsten Körperteile“. Wulstige Lippen, wallendes braunes Haar und ein durch Sport gepflegter Körper mit einem Gesäß so knackig wie zwei Haselnüsse. Geboren wurde diese Rita Hayworth des 21. Jahrhunderts am 28. April 1981 in Pomona, Kalifornien – die Stadt, aus der ebenfalls das große schauspielerische Talent Jill Kelly stammt, die in Filmen wie „Hole sweet Hole“ und „Prettiest Bikini I ever came across“ mit ihrer schauspielerischen Leistung glänzte. Bekannt wurde Jessica Alba nicht nur durch die erfolgsgekrönte Serie „Dark Angel“, sondern auch durch zwei Werbefeldzüge des seriellen Spielzeugherstellers Nintendo, eine beachtliche Rolle in „Flipper“ und die Hauptrolle in „Honey“ sowie in „Stalking Mangina“. Umso mehr ist es verständlich, dass man sie mit zahlreichen Auszeichnungen schmückte, wie den „Bravo Otto in Bronze als beste weibliche Darstellerin“ (gleich zwei Mal!), den „Saturn Award“, den „Teen Choice Award“, den „TV Guide Award“ und sogar die „Goldene Himbeere“ für ihre Rolle in „Fantastic Four“. Kein Wunder, dass sie 2007 durch das betörende Blatt mir dem Namen „FHM“ zur „Sexiest Woman“ ernannt wurde . Dies alles führte nun auch dazu, dass sie es geschafft hat, Fotomodell 2008 für eines der berauschendsten Getränke der gehobenen Klasse zu werden: Campari. Die „Welt“ schreibt: „Jessica Alba rührt Drinks für halbnackte Männer… Die Schauspielerin tritt damit in die Fußstapfen von Eva Mendes und Salma Hayek, die in den vergangenen Ausgaben des Campari-Kalenders zu sehen waren. Sie zeigt sich dabei mindestens so sexy wie ihre Vorgängerinnen.“

Wie bitte? Jessica Alba mindestens so sexy wie Tarantino-Star Salma Hayek? Als ob irgendjemand das überbieten könnte: http://www.youtube.com/watch?v=mE2wTrxwEuY

http://www.youtube.com/watch?v=v5_u2jwNCVQ

Obwohl ich zugebe, dass es Geschmackssache ist, ob nun Salma Hayeks Lapdance in „From Dusk till Dawn“ heißer war oder Jessica Albas in „Sin City“. Aber nur zur Information: Salma trug eine Schlange um ihren Körper, Jessica Alba nur ein Lasso^^

Salma Hayek ist 1966 in Coatzacoalcos, Veracruz Mexico, geboren, ein Ort der übersetzt „der Ort an dem die Schlange verschwunden ist“ heißt. Streng katholisch erzogen, hielt sie eines Tages bei einer Autobahnfahrt mit ihrer Mutter an einer Kirche an, tauchte ihre Hände in Weihwasser und flehte „Bitte Gott gib mir Brüste“ und nur wenige Monate später schenkte ihr Gott eine wohlgeformte Oberweite. Und das bei einer Körpergröße von 1,57m (die Zahl brauche ich vermutlich nicht weiter zu kommentieren^^). Salma Hayek spricht fließend spanisch, portugiesisch, arabisch und englisch. Ein paar Klassiker, in denen sie mitspielte, sind „Traffic“, „Irgendwann in Mexico“, „After Sunset“ und „Frida“.

Wenn Jessica Alba so heiß ist, warum hat sie dann nicht in den Tarantino-Klassikern mitgespielt?^^