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Mama sagt, in dem Ejakulat eines gesunden Mannes befinden sich 10^8 Spermien

Wow und schon wieder eine Woche rum, in der ich viel gelernt habe.

Ich habe festgestellt, dass Essen ziemlich viele Möglichkeiten bietet um „Heathvillekonstruktionen“ daraus zu machen. Z.B. wohne ich in Essen Frohnhausen, woraus man super „Happyville“ machen kann (was nur leider alles andere als gangsta ist) – oder das Klinikum, was sich in Essen Holsterhausen befindet, woraus man super „Woodville“ machen kann.

Diese Woche hab ich Embryologie gehabt, was äußerst interessant war, da es natürlich nur um „das Eine“ geht ^^. Nach Embryologie hatte ich das Gefühl, dass ich vorher nicht ausreichend aufgeklärt war. Naja, aber es weiß ja auch sowieso jeder, dass man nur im dreckigen Badewasser schwanger werden kann.

Inzwischen laufe ich morgens zu Fuß zum Klinikum, was etwa 20-30min dauert (je nach meiner morgendlichen Stimmung), dafür kann ich aber auch ne halbe Stunde länger schlafen. (Wenn ich nicht soviel Angst vorm Fahrradfahren und vor Autos hätte, könnte ich natürlich auch noch länger schlafen…)

Aber irgendwie vermisse ich es schon, morgens mit den ganzen Holsterhausenern Gesamtschülern (die ungefähr den Heathville Hauptschülern entsprechen) S-Bahn zu fahren („Schantalle hat gesagt Tommi hätte mir an die Brüste gepackt, aber die is ja sowieso total pissig weil meine Brüste viel größer sind als ihre. Aber an allem ist sowieso nur meine Bewährungshelferin schuld, weil die dumme Schlampe meint, ich würde nicht richtig arbeiten, nur weil ich morgens ne Stunde zu spät komme…“). Irre, ne S-Bahn voller Vicky Pollards mit Jogginganzug, Zigarette und Assi-Palme.

Hier in Essen fällt es überhaupt nicht auf, wenn ich in Jogginghose rumlaufe. Ich freu mich schon auf den nächsten Sommer :-).

Nicht mehr lange und ich kann wieder ausreichend mit meinen Homies kommunizieren.^^

Bis dahin alles Gute

und weil es einfach so schön ist:

http://www.youtube.com/watch?v=m5ErQ6h1BKE

La semana

Irre, ich hab tatsächlich schon die erste Woche um. Und sie war eigentlich sogar ganz gut.

Es ist so entspannend in einer Vorlesung zu sitzen und nicht gefragt zu werden „Wie fühlst du dich?“ Könntest du die Schmerzen dieses Patienten in Form von gefühlvollen Gesängen darstellen? Du solltest wenn möglich aber die Gefühle als Frage darstellen und deinen seelischen Zustand dabei bitte mit einbringen“.

Trotzdem bekomme ich aber auch so irre Sprüche zu hören, wie „Das Leben besteht aus give and take, okay, und genauso wie im Leben funktioniert give and take nicht immer, deshalb brauchen wir das sharing, ja? So einfach ist die Doppelbindung!“.

Natürlich gibt es auch ein paar weniger spaßige Dinge. Da ist z.B. die Tatsache, dass ich bis Ende November alle möglichen Knochen auswendig kennen muss…

Zum anderen ist da das Essen in der Mensa: Als Fleischesser lebst du da im Paradies, aber als Vegetarier hast du echt die Arschkarte gezogen… Z.B: bestand das vegetarische Menü am Mittwoch aus einem(!!!) Grünkernbratling. Das Fleischmenü bestand aus einem fetten Hamburger, bei dem allein das Stück Rind was dazwischen steckte, doppelt so groß war wie mein Grünkernbratling… 1,70 € hab ich für das Vogelfutter bezahlt, während der Hamburger nur 1,10€ gekostet hat… Das Leben ist nunmal kein Ponyhof 🙂

Ansonsten mach ich eigentlich das gleiche, was ich auch in der Schule gemacht habe. Da wähl ich Medizin und muss jetzt tatsächlich mind. ein Semester Stochastik belegen und habe Physik, wo ich so tolle Textaufgaben lösen darf, wie „Wie groß ist die Winkelgeschwindigkeit des Minutenzeigers einer Uhr (keine Digitaluhr!)? Geben sie das Ergebnis sowohl in Grad pro Sekunde als auch im Bogenmaß pro Sekunde an!“

Äußerst sympatisch finde ich dann unseren Physikprof, der sagt „Wenn Sie länger als 10 min für eine Aufgabe brauchen, sollten Sie aufhören!“

So das was es erstmal – Wenn ich irgendwann mal wieder Internet haben sollte, schreib ich wieder!

Choda

ya

„angehende Chirurgin“